Suchfunktion

Diese Seite wird derzeit überarbeitet

Die Geschichte des Hohenasperges anno 500 - 1000

Schon in der Steinzeit war der Berg bewohnt und in der Vorzeit soll der Berg ein kultischer Sammelpunkt gewesen sein, auf dem den Göttern, den "Asen" geopfert wurde. In römischer und keltischer Zeit wird wahrscheinlich ein Tempel auf dem Asperg gewesen sein.  

500 n. Chr.

Der Hohenasperg wird fränkischer Herrensitz. Gleichzeitig damit verbunden war die Gaudingstätte, wo der Gaugraf Gericht hielt.

819 n. Chr.

Bereits im jahre 819 ist die Nennung "Assesberg" bekannt. damals stellte ein Gozbert eine Schenkungsurkunde für das Kloster Weissenberg aus. Dieses Kloster hatte in dieser Gegend stattliche Besitztümer.

977 n. Chr.

Otto von Schwaben bringt den Hohenasperg in seine Verfügungsgewalt. 11 Jahrhundert Berg und Hof gelangen an einen Grafen von Ingersheim, einer Seitenlinie der Grafen von Calw. Dieser erbaute wahrscheinlich auf dem Berg eine Burg mit Wohnhaus, Kapelle und Bergfried. Bald darauf gingen die Besitztümer an die Pfalzgrafen von Tübingen, die im Jahre 1181 urkundlich als Besitzer erscheinen und Asperg vom Kloster Weissenburg als Lehen innehatten.

1308

Stadt und Burg Asperg mit Grafschaft und Lehensleuten gehen an das Haus Württemberg.

1312 / 1381

Die Burg wird zerstört / und wieder neu aufgebaut

1489

Asperg erhält die Steuerfreiheit "weil es mit Schwierigkeiten verknüpft ist, bei der Höhe des Berges alle notdürftigen Dinge dahin zu bringen".

1519

Belagerung durch den Schwäbischen Bund

1547-1553

Spanische Truppen ziehen auf dem Hohenasperg ein.

1620

Zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges waren auf dem Hohenasperg: 200 Personen Besatzung, 64 Doppelhaken, 983  Landsknechthaken, 13 gemeine Haken, 3445 Musketen zahlreiche leichte und schwere Geschütze, viele hundert Zentner Pulver und Blei und tausende von Kugeln Spieße und Rüstungen in großer Zahl.

1688

Der Hohenaperg wird von französischen Truppen besetzt. Als das Reichsheer anrückt, werden die Gebäude geplündert und die Festungsanlagen gesprengt.

1755

Unter der Besatzung des Asperges bricht eine Meuterei aus. Sie wird rigoros niedergeschlagen, die Rädelsführer an der Linde im Festungshof gehängt. In der Folgezeit hatte der Asperg als Festung keine Bedeutung mehr. Er war lediglich noch ein Wachpunkt mit mal mehr oder mal weniger Soldaten als Besatzung.

um 1800

Bis zu 1000 Gefangene leben auf dem Hohenasperg – darunter „Galeoten“ (zu Arbeitsstrafe Verurteilte), Militärsträflinge, Staatsgefangene

1824

Das Strafedikt organisiert den Strafvollzug neu; der Hohenasperg wird zum württembergischen Festungsgefängnis.

1848

Eine Strafkompanie wird auf dem Hohenasperg eingerichtet. Hunderte von Männern sind inhaftiert, weil sie sich an der Revolution beteiligt haben.

1859 - 83

Asperg ist wieder eine Garnison.

1870/71

Kriegsgefangenenlager

1883

Der Asperg wird eine Außenstelle des Zuchthauses Ludwigsburg mit Invalidenstation.

1905

Der Hohenasperg bekommt eine Abteilung für "geisteskranke" Strafgefangene.

1914 - 1918

Kriegsgefangenenlager

1920 - 1945

Zweigstrafanstalt Ludwigsburg

1933 - 1945

Inhaftierung von Regimegegnern, Sammellager für Deportationen von Sinti und Roma

1945 - 1947

Die U.S. Seventh Army nutzt den Hohenasperg als Internierungslager.  In dem Buch "The prison called Hohenasperg" schildert Arthur D. Jacobs seine Erlebnisse auf dem Hohenasperg. Ab 1946 stand das Lager unter deutscher Verwaltung.

1948

Der Hohenasperg wird zur "Landesstrafanstalt" und zum Sitz der Strafvollzugsschule für Baden-Württemberg bestimmt. Und in der Folgezeit zum Zentralkrankenhaus für den badisch-württembergischen Strafvollzug erhoben.

1968

seit 1.10.1968 Vollzugskrankenhaus.

1969

Einrichtung der sozialtherapeutischen Anstalt Baden-Württemberg

1969- 2008

Schule für Krankenpflegehilfe und Krankenpflege im Justizvollzug


Die Texte zu dieser Seite wurden u.a. unter Zuhilfenahme der Broschüre "Hohenasperg" (Autor: Theodor Bolay, Paul Müller Herausgeber: Stadt Asperg, 5.Auflage 1998) erstellt.

Ergänzt mit freundlicher Unterstützung von Frau Dr. Franziska Dunkel / Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Museum Hohenasperg.

 

Fußleiste