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Aufgaben und Aufbau des Justizvollzugskrankenhauses

Die öffentliche Sicherheit ist ein hohes Gut. Gleichzeitig ist auch die Gesundheit der inhaftierten Gesellschaftsmitglieder in hohem Maße schützenswert. Um beiden Ansprüchen an den modernen Justizvollzug gerecht zu werden, unterhält das Land Baden-Württemberg ein Justizvollzugskrankenhaus auf dem Hohenasperg. Dieses ist für stationär behandlungsbedürftige Gefangene zuständig. Die unter Umständen risikoträchtige und personalintensivere Bewachung von Gefangenen in Krankenhäusern der Regelversorgung kann dadurch deutlich reduziert werden.

Als zentrales Krankenhaus für den Justizvollzug Baden-Württembergs verfügt es über Abteilungen für Psychiatrie und Psychotherapie, Innere Medizin und Chirurgie. Es entspricht weitgehend einem Krankenhaus der Regelversorgungsstufe und hat derzeit rund 160 Mitarbeiter. Die Anstaltsleitung besteht aus dem Ärztlichen Direktor und einer Juristin als Vollzugsleiterin. Alle Abteilungen kooperieren in der gesamten medizinisch- technischen Diagnostik und dem medizinischen Versorgung eng mit einem externen Krankenhaus, so dass das breite Spektrum moderner medizinischer Methoden in Diagnostik und Behandlung gewährleistet ist. Das Justizvollzugskrankenhaus nutzt zur Behandlung und Betreuung der Gefangenen eine Vielzahl von Maßnahmen. Hierzu zählen:

- klinisch-stationäre Behandlung und Diagnostik in den Abteilungen
- Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie
- Innere Medizin
- elektive Chirurgie
- Entwöhnungstherapie für substanzgebundene Sucht
- Physiotherapie
- Sporttherapie
- Beschäftigungs- und Arbeitstherapie
- Bewegungstherapie
- Suchttherapie
- Psychologischer Liaisondienst sowie
- verschiedene Freizeitangebote.

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